Braunibraunbärhustenmedizin – Teil 10

Der Herbst zieht übers Land und erreicht den Bärenwald

Nebelfelder ziehen schon übers Land und schön langsam fallen die Blätter im Bärenwald von den Bäumen. Es wird Zeit dass der kleine Eisbär sich auf den Weg nach Hause zum Polar macht. Die beiden Bärenkinder verbringen einen letzten Tag gemeinsam. WeissiEisbär hilft seinem Freund, noch Vorräte für den Winter zu sammeln. Kastanien, Eicheln, Nüsse und so manche Wurzel wir ausgegraben. Die beiden sind so eifrig das sie gar nicht bemerken wie es dunkel wird.
Braunibraunbär, ich sehe immer weniger, jammert der Eisbär und überall sind ganz komische Figuren zwischen den Bäumen, ich fürchte mich. Ach was, du bist ein Angstbärchen, lacht ihn sein Freund aus. Ich bin hier im Wald zu Hause und kenne mich aus.

Bei der nächsten Abbiegung nach links und eins, zwei, drei sind wir wieder bei meiner Höhle.

Nach einiger Zeit laufen die beiden Bären immer wieder an derselben Stelle vorbei, da kann wohl etwas nicht stimmen! So und jetzt, hat auch Braunibraunbär so seine Zweifel aber er tut ganz mutig und sagt lässig: “lang kann es nicht mehr dauern“. Ganz geheim fängt auch er zu zittern an, aber sein Freund soll nichts merken. Plötzlich bewegt sich in den Baumkronen etwas unheimlich Großes und die beiden Bären erschrecken und halten die Luft an. Sie nehmen sich bei der Hand, denn Freunde halten immer zusammen. Das Ungetüm kommt näher.

Na ihr zwei Helden, habt ihr euch verlaufen, tönt es durch das Geäst. Die Nachteule hat die Bärenkinder entdeckt und wusste sofort die Beiden brauchen Hilfe. Braunibraunbär schreit erleichtert auf, hab dich sofort erkannt Tante Adele, puh das war echt knapp.

Die Eule sieht in der Nacht sehr gut erklärt der Bär seinem immer noch zitternden Freund. Jaja, kommt jetzt schnell mit mir nach Hause, damit sich Familie Braunbär um euch keine Sorgen macht. Die Eltern warteten schon ungeduldig und waren froh die Beiden wohlbehalten in die Arme schließen zu können und dankten Tante Adele die zurück in den Wald flog.

 

Engelwurz

Jetzt um die Zeit grabe ich noch die Wurzel von der Engelwurz aus, sie schließt als großartige Schutzpflanze den Jahreskreis meiner Kräuter für den Honigtopf.

Ihre Wirkung in der Volksmedizin ist schleimlösend, harntreibend, schweißtreibend, blutreinigend und stärkt den Magen. Die Haubenköchin Johanna Maier gibt ein kleines Stück Engelwurz in ihre berühmte Rindsuppe.

 

Noch ein wenig Geduld und der Honigtopf ist bereit zur Abfüllung in kleine Gläser..